Das Glück und der Zufall

Gibt es sowas wie Zufall? Ich weiß es nicht. Allerdings werde ich aufmerksam, wenn entweder geplante Dinge durch seltsame Umstände nicht stattfinden oder aber mir ein Thema plötzlich immer und immer wieder begegnet. Ich kenne zwar die neurologischen/psychologischen Mechanismen dahinter, dennoch hat es sich für mich bewährt, auf solche Kleinigkeiten zu achten.

Und so begegnen mir momentan die Themen „Glück und Aufmerksamkeit“ scheinbar überall. Zuerst bekomme ich im Happinesskurs die Aufgabe, jeden Tag 3 Dinge zu notieren, die gut liefen, wie sie sich anfühlten und warum es meiner Meinung nach dazu gekommen ist. Jetzt stelle ich fest, dass die aktuelle „Flow“ sich ebenfalls mit „Glück“ und in dem Zusammenhang mit „Dankbarkeit“ befasst. Zufall?

Über einen Artikel wurde ich auf die Webseite 356grateful.com aufmerksam. Die Idee finde ich super: jeden Tag ein Foto von etwas machen, für das man dankbar ist, um seine Aufmerksamkeit dafür zu schärfen und das Gehirn auf positive Erlebnisse „umzuprogrammieren“. Ich zweifle nur an meinem Durchhaltevermögen bei so einem Projekt. Ich weiß nicht, ob ich wirklich jeden Tag ein Foto machen würde. Aber versuchen könnte ich es ja mal…

Mag jemand mitmachen? 🙂

6 Gedanken zu “Das Glück und der Zufall

  1. Ich mache nicht mit. Finde die Idee aber sehr schön.
    Dankbarkeit und Zufriedenheit sind Dinge, die man lernen kann. Ich war damals extrem undankbar, unzufrieden, habe viel gelesen (vor allem buddhistische, taoistische Literatur), habe schrittweise versucht mich zu ändern.

    Es gab eine Geschichte, die mir sehr half. Es war eine Anregung, etwas zu tun, aber das musste ich nicht mal, mir half der Gedanke daran. Das möchte ich hier kurz teilen. Kann sein, dass sie auch so ähnlich war, 1000 Prozent weiß ich nicht mehr.

    Ein Mönch hatte einen Sack voller kleiner Böhnchen, und wannimmer er etwas Positives erlebte, egal wie klein das war, sollte er sich davon ein Böhnchen aus dem Sack entfernen. Anfangs nur wenig, er war schon recht unzufrieden, ärgerte sich über dies, über jenes, sah die Kleinigkeiten nicht. Aber nach und nach lernte er es, wurde es mehr, wurde das Säcklein immer leichter, bis er irgendwann gelernt hatte, zufrieden im Alltag auch die Kleinigkeiten zu sehen.

    Ich bin sehr oft dankbar. Wenn ich morgens um 6 im Winter vor der Arbeit stehe, die Straßenlaterne wirft ein diffuses Licht, darin glitzern Schneeflocken, das ist ein kleiner Moment verzaubert, wunderschön! Wenn auf Arbeit mal fünf Minuten nix los ist und ich einfach ruhig durchatmen kann ohne Stress. Wenn der Duft meines Lieblingsduschgels in der Nase ist. Wenn ich heimkomme und die Katze ich mal nicht anmotzt sondern freundlich begrüßt. Wenn ich am Esstisch sitze und mein Futter genieße. Wenn ich eine liebe Postkarte im Fach habe. Und, wie gesagt, das kann man lernen, ich habe mir mehrere Wochen lang vorgestellt, wie ich immer wieder kleine Böhnchen in meine Tasche lege. Wenn man sowas macht, dann sucht man ganz gezielt nach diesen Situationen, ist auch immer ein bisschen stolz, wenn man etwas gefunden hat, fast wie ein Spiel. Zusätzlich zu Dankbarkeit kommt in dem Moment das Erfolgserlebnis HA, ICH HAB WAS GEFUNDEN 🙂

    ah, und grad hab ich die Story gefunden, hier aber etwas anders erzählt:
    http://www.zeitblueten.com/news/die-gluecksbohnen/
    gibts vermutlich in verschiedenen Varianten, …

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Projekt 365 – dankbar für Kleinigkeiten | The Strangebeauty

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