Nachdenkliches

Ich muss höchstens 2x im Jahr zu meinem Hausarzt. Als ich heute Morgen erwachte, war sofort klar, dass heute wieder einer dieser Tage war. Ich war irritiert, genervt, verärgert – ausgerechnet vor meinem Urlaub! 

In der Praxis angekommen, herrschte dort eine sehr beklemmende Atmosphäre. Es stand ein Schild an der Rezeption „Hier werden Sie betreut von…. Allgemeinmedizinerin“. Huch. Mein Arzt war bisher immer männlich gewesen, ist das eine Vertretung, ist er krank? Und dann habe ich erfahren, dass er am Sonntag verstorben ist 😦 Nach kurzer Krankheit ziemlich unerwartet. 😦 

Er war ein Mediziner, der immer ein offenes Ohr hatte, Behandlungsmethoden hinterfragt und im persönlichen Gespräch abgestimmt hat. Er interessierte sich für den Menschen, nicht nur für die Krankheit, erzählte hin und wieder auch Persönliches von sich. 

Sein Tod macht mich betroffen, ich habe ihn sehr geschätzt, nicht nur als Arzt. Meine Beschwerden sehen so unwichtig daneben aus (sind allerdings ernst genug, um sie nicht völlig außer Acht zu lassen). Er hat sich um so viele Menschen gesorgt, ich hoffe, es wurde sich auch gut um ihn gekümmert. Danke für alles. 

Und ich nehme vom heutigen Tagesbeginn mit, mich mehr um die Menschen in meinem Umfeld zu kümmern.

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