Apple Music und Beats 1

Am Dienstag veröffentliche Apple seine, bei der letzten Keynote angekündigte, neue Musik-App. Mit ihr kamen zwei große Neuerungen: Apple Music und Beats 1.

Apple Music

Apple Music ist ein Streamingdienst ähnlich wie Spotify. Für 9,99 Euro im Monat (Familienabo 14,99 Euro) – die ersten 3 Monate sind kostenlos – erhält man Zugriff auf ca. 30 Mio. Songs. Bevor es losgeht, fragt die App nach Genre- und Sängervorlieben. Darauf basierend werden anschließend Alben und Playlists vorgeschlagen. Ein großer Unterschied zu den meisten anderen Anbietern besteht darin, dass alle Playlists (abgesehen von den eigenen), kuratiert sind, also von „Experten“ zusammengestellt wurden.

IMG_9259Braucht man das? Ja, meiner Meinung nach ist dies sehr sinnvoll. Wie oft habe ich auf Spotify eine Playlist angespielt, nur um festzustellen, dass vielleicht ein Drittel der Lieder interessant waren und zum Thema passten, der Rest aber aus einem wüsten Durcheinander verschiedener Stile bestand, die nichts mit der Oberkategorie (beispielsweise „chillen“) zu tun hatten.
Bei den von Apple vorgegebenen Listen merkt man den Unterschied sehr deutlich. Diese sind zwar nicht besonders umfangreich, dafür sehr harmonisch, ausgewogen und stimmig. Es macht Spaß, sie bis zum Ende zu hören und sogar einzelne Songs zu „liken“ und damit gleichzeitig die Vorschläge der App zu optimieren.

Nicht ungewöhnlich ist die Präsentation neuer Alben und Titel nach Genre. Hier unterscheidet sich der Dienst nicht von anderen:

IMG_9257Neu wiederrum ist das feature „Connect“, das mich bisher aber noch nicht überzeugen konnte.

IMG_9258Hier können sich Künstler – vergleichbar mit der Facebookpinnwand – mit Fotos, kurzen Statusupdates oder Videos präsentieren, so dass man rein theoretisch immer über seine Lieblingssänger informiert ist. Entweder mag ich die falschen Künstler oder diese Funktion wird noch nicht stark genutzt, denn auf meiner Übersicht tut sich da bislang nicht viel 🙂

Kommen wir lieber zu meinem absoluten Favoriten des neuen Angebots!

Beats 1

IMG_9256„Beats 1“ ist der erste weltweit erscheinende Radiosender, der mit den Moderatoren Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga an den Start ging, keine unbekannten Namen in dieser Branche. Es gibt Interviews mit Showgrößen (gestern Eminem), eigene Sendeformate („St. Vincent’s Mixtape Delivery Service„) und natürlich Musik für jeden Geschmack.
Auch wenn man spürt, dass hier noch ein wenig experimentiert wird und man noch keine klare Linie gefunden und auch mit der Technik ein paar Probleme hat: ich bin der Überzeugung, dass dieses Radio Zukunft hat. Es verbindet Musikliebhaber weltweit, ist qualitativ sehr gut und lebt vom Feedback und Input der Hörer. Ich bin auf die weitere Entwicklung sehr gespannt!

Wer kann’s hören?

Apple Music und Beats 1 sind momentan Bestandteil der Musik-Apps unter iOS und iTunes für Mac und Windows. Für den Herbst wurde allerdings auch eine Android-Anwendung angekündigt.
So wie ich es aktuell einschätze, benötigt man allerdings ein hohes Datenvolumen, um die Musik außerhalb eines WiFi-Netzes zu streamen, wenn man Alben nicht zum Offlinehören abgespeichert hat.

Fazit

Bedienung und Stabilität des neuen Dienstes sind noch nicht optimal, dennoch machen Apple Music und Beats 1 sehr viel Spaß! Nutzt die drei kostenlosen Monate und schaut es euch an.

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