Buchmesse Frankfurt ODER es lebe das Papier

Am Sonntag war es mal wieder so weit: ich machte mich auf den Weg zur 67. Frankfurter Buchmesse.
Ich habe schon als Kind/Jugendliche mit meiner Familie oft die Messe besucht. Damals war es nur eine Fachbesuchermesse und es gab keinen Bücherverkauf, viele Bücher waren nur Attrappen – schönes Cover, weiße Seiten. Dafür bekam man zu dieser Zeit noch Unmegen von Kugelschreibern, Bleistiften und Blöcken ausgehändigt. Seitdem hat sich Einiges geändert. Es gibt weniger Werbeartikel, dafür mehr Leseproben und am Sonntag einen Büchververkauf für Endkunden.

imageAuch in diesem Jahr war es wieder eine interessante Veranstaltung. Ich verzichte meist darauf, Lesungen zu besuchen oder Bücher signieren zu lassen. Stattdessen nehme ich mir viel Zeit für die „Halle des Todes“ – Halle 3 mit den großen Verlagen im Belletristik- und auch Kochbuchbereich.
Dort beginne ich um 9 Uhr meine Runde und kann mir noch relativ entspannt die Stände anschauen. Später kann man sich hier nur noch schieben und drängen lassen.

Das Angebot war interessant, aber ein echtes Highlight gab es für mich nicht. Die großen Verlage werden scheinbar immer größer, die Präsentationen immer ausgefeilter.

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Nach Halle 3 ging ich in Halle 4. Hier sind u.a. die kleineren Verlage vertreten. Es gab sehr viel zu entdecken: wundervolle Fotobücher, ungewöhnliche, illustrierte Bücher, Regionalromane, Zeitschriften,…

imageWeiter ging es zum Gastland Indonesien. Mal wieder war die entsprechende Halle sehr dunkel dekoriert (man hat den Eindruck, dass das jeweilige Land seinen Buchmangel durch Lichtmangel verdecken möchte) und sehr klischeehaft erwarteten den Besucher Gewürze, Gewürze, Gewürze und ein Imbissstand….

Wie in jedem Jahr waren auch die internationalen Verlage bereits zum Großteil ausgeflogen, die Stände leer, zugesperrt oder bereits mit Packkisten bestückt.

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Auffallend: eBooks nahmen im Vorjahr einen deutlich größeren Bereich ein. In diesem Jahr gab es vereinzelt Anbieter von Selfpublishingplattformen, allerdings verteilten diese sich eher zwischen den regulären Printverlagen. Lediglich Amazon stach mit dem „Kindle storyteller“ sofort ins Auge.

Natürlich habe ich auch ein paar Prospekte gesammelt und Bücher gekauft – mehr als geplant, da einige Verlage die Preise reduziert hatten:

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Nach einem Besuch der Messe bin ich immer wieder froh und erleichtert zu sehen, dass es immer noch viele, viele Verlage, viele, viele gute Geschichtenerzähler und Buchmacher und viel bedrucktes Papier gibt 🙂

Ich freu‘ mich schon aufs nächste Jahr!

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