Fitbit Charge HR – am Puls der Zeit


Meinen erste Fitnesstracker kaufte ich 2012, als ich ernsthaft mit dem Sport und der Abnahme begonnen hatte. Damals war es ein Fitbit Ultra, den man nicht um den Arm trug, sondern an die Hose clipte. Da ich diesen mehrfach fast verloren hätte, verschenkte ich ihn irgendwann.

Weiter ging es etwas später mit dem Jawbone Up 2. Der war super in der Auswertung und ich ließ mich morgens von ihm über Vibrationsalarm wecken. Leider aber war der Nickelgehalt im Material zu hoch und ich musste mich wegen eines starken Ausschlags von ihm trennen.

Fitnesstracker Nr. 3 war das Mi Band. Klein, günstig, sehr angenehm zu tragen. Ich hatte es Tag und Nacht am Arm, zog es allerdings, als ich kurz krank wurde, aus. Davon erholte es sich nie wieder 😉 Ich weiß wirklich nicht, woran es lag, es ließ sich nach wie vor laden, funktionierte aber ansonsten nicht mehr. 

Da ich aber ein großer Fan von „Life Logging“ und Fitnessstatistiken bin, musste ein neuer Tracker her.

Entschieden hab ich mich nun für den Fitbit Charge HR. Dieser überwacht u.a. den Puls, was für mich letztendlich das Kaufkriterium war, da ich beim Krafttraining sehr schnell von der Fettverbrennungs- in die Cardiozone komme und das ein wenig im Auge behalten wollte.


Im Paket befinden sich der Tracker selbst, das Ladekabel und ein Dongle, falls man den Fitbit mit dem Rechner synchronisieren möchte.


Auf der Unterseite des Gerätes ist links der Anschluss für das Ladekabel und rechts die Pulsmessungs LEDs. Ob diese dauerhaftboder manuell den Puls überwachen, lässt sich über die zugehörige Software festlegen.

Ein Hinweis zum offenen Anschluss: der Charge HR ist spritzwassergeschützt, aber *nicht* wasserfest!


Man trägt den Tracker zur Pulsmessung etwas oberhalb des Handknöchels und dort sollte er relativ fest anliegen. Beim Sport schiebt man ihn ein Stück weiter nach oben, um genauere Ergebnisse zu erhalten. Ich trage Größe S.

Die Pulsmessung ist meiner Meinung nach für Hobbysportler wirklich brauchbar. Ich habe sie zwar nicht mit einem Brustgurt verglichen, aber sie zeigt mir die gleichen Werte an wie die Messgeräte im Fitnessstudio. Ich habe den Tracker außerdem so konfiguriert, dass ich mit einem zweifachen Klopfen auf das Band sofort die Pulswerte angezeigt bekomme, was beim Training sehr praktisch ist.

Was kann der Fitbit Charge HR sonst noch? 

  • Schritte zählen

Das ist sozusagen die Urfunktion eines Fitnessarmbandes 😉 Die Schrittlänge lässt sich nicht einstellen, aber ein Abgleich mit dem Laufband zeigte, dass er relativ genau die Schritte erkennt. Natürlich kommen immer ein paar Handbewegungen hinzu, aber darin unterscheidet er sich nicht von anderen Produkten dieser Art.

  • Etagen zählen

Im Zählen der Etagen war bereits der Fitbit Ultra kein Held und auch der Charge HR hat hier so seine Schwächen.

  • Schlaf aufzeichnen und wecken

Eigentlich mag ich es, von einem Vibrieren am Handgelenk geweckt zu werden, aber der Fitbit Charge HR ist für mich zu unbequem, um ihn jede Nacht zu tragen. Ich würde es nicht empfehlen, ihn dauerhaft am Arm zu lassen, zumal auch das Material des Bandes dafür sorgt, dass die Haut darunter schnell schwitzt und das durchaus zu Hautirritationen führen kann.

  • Trainingseinheiten aufzeichnen, automatisch erkennen und an andere Apps übermitteln

Vor dem Training löse ich über einen langen Klick des Knopfes eine Stoppuhr aus, die ich nach dem Training auf dem gleichen Weg anhalte. In der App oder auf dem Dashboard kann ich später eine Analyse mit diversen Angaben (u.a. Pulswerte) abrufen. Andere Aktivitäte wie beispielsweise einen Spaziergang erkennt er automatisch.

  • Auf Anrufe hinweisen

Nutze ich nicht.

Der Akku hält bis zu 5 Tagen, was ich im Hinblick auf die dauerhafte Pulsüberwachung gar nicht so schlecht finde.


Dies ist ein Screenshot der iOS-App, über die ich mein Gerät synchronisiere. Sie ist weder eine besonders gute, noch eine besonders schlechte App. Ausbaufähig, aber verwendbar.


Das ist ein Blick auf das Dashboard, das man über die Webseite aufrufen kann. Hier schaue ich insbesondere auf meine Trainingseinheiten.

Die Nahrungsmitteldatenbank nutze ich gar nicht, dazu kann ich also leider nichts sagen.

Mein Fazit:

Zwar nicht der bequemste Fitnesstracker, aber allein die Überwachung des Pulses ist bei dieser Preisklasse und Akkulaufzeit unschlagbar! 

Außerdem habe ich entgegen meiner Befürchtungen bislang keine Probleme mit dem Nickelanteil im Material. 

Kaufempfehlung!

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