Das war die 68. Frankfurter Buchmesse

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Am Sonntag war es mal wieder so weit: mein kleiner grüner Smart und ich machten uns auf den Weg nach Frankfurt zur 68. Frankfurter Buchmesse.

Ich kenne diese Messe schon seit meiner Kindheit, als wir dank der Fachbesucherkarten meines Vaters ihn viele Jahre nach Frankfurt begleiteten. Damals gab es noch keine Öffnungszeiten für „normale“ Besucher und überall in den Regalen standen Dummies statt gedruckter Werke.

Das hat sich bekanntlicherweise geändert. Nicht nur, dass die Messe am Wochenende jedem Einlass gewährt. Nun gibt es zudem sonntags einen regen (Bücher-)Verkauf. Entsprechend gewachsen sind die Stände der Verlage und das ausgestellte, da verkäufliche Angebot.

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Ebenfalls gewachsen ist das Veranstaltungsprogramm. Sah man früher vereinzelt einsame Autoren, die zum Signieren angereist waren, aber nur selten beachtet wurden, so findet man heute insbesondere bei den großen Verlagen lange Schlangen passionierter Fans, die bis zu einer Stunde anstehen, um an ein Autogramm ihres Lieblingsschreibers zu kommen.
Daneben gibt es Lesungen, Interviews, Kochvorführungen, Bühnenprogramm, usw.

Dieses Jahr legte man sehr viel Wert auf die Bereiche „Kunst und Buch“, „interaktive Geschichten“ (Virtual Reality war ein großes Thema) und – wer hätte das gedacht – zeichnete sich als Trend das „Ausmalbuch für Erwachsene“ deutlich ab.

Kleiner geworden – so schien es mir zumindest – waren die Selfpublishingarea und das Ausstellerangebot im Außenbereich. Allerdings soll das Programm im Lesezelt interessant gewesen sein, was ich nicht beurteilen kann, da ich das Zelt nicht besucht habe.

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Das Gastland „Flandern und die Niederlande“ präsentierte sich recht minimalistisch im Forum, verbreitete aber eine sehr angenehme und ruhige Atmosphäre.
Von Vorteil war natürlich, dass viele dieser Bücher auf Deutsch publiziert werden und die mitgebrachten Werke zum Schmökern und Kaufen einluden.

Laut Pressemeldungen gab es auch 2016 wieder ein leichtes Besucherplus.
Mir kam jedoch der Sonntagvormittag etwas „leerer“ und entspannter vor als im Vorjahr. Ich konnte mich bis 12 Uhr sehr gut durch Halle 3 bewegen, hier wurde es erst später ungemütlich und warm.

Natürlich habe ich ein wenig geshoppt. Auf der Buchmesse gönne ich mir solche Bücher, die ich mir üblicherweise nicht unbedingt als Hardcover kaufen würde und solche, die mich vom Cover und Klappentext spontan ansprechen, ohne dass ich bereits Rezensionen dazu gelesen habe.
Meine diesjährige Ausbeute sieht so aus:

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Bei teNeues erstand ich zudem ein Notizbuch und einen Sticky-Notes-Block und bei Heye einen Tischkalender zum Messepreis.

Mir gefällt die Frankfurter Buchmesse von Jahr zu Jahr besser. Sie wird „leserfreundlicher“, mausert sich von der reinen Fachmesse zu einem „Fest des Buches“ für alle begeisterten LeserInnen. Autoren rücken mehr in den Vordergrund, es geht nicht mehr nur um das Produkt, sondern auch um den Menschen, der es erdacht hat, was ich sehr sympathisch finde.

Ich habe meinen Aufenthalt zwischen all den Buchstaben am Sonntag in Frankfurt unwahrscheinlich genossen und freue mich schon aufs nächste Jahr, wenn Frankreich zu Gast in Hessen sein wird.

 

 

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