Lifebook: Letting go through layers

Eigentlich wollte ich die Lifebookaufgabe dieser Woche nicht erledigen. Ich war uninspiriert. Blind Konturen zeichnen….naja, hat man irgendwann als Kind auch mal gemacht.

Doch dann saß ich an meinem Tisch, sah die Figur vor mir stehen und die Gedanken, die mich immer wieder beschäftigen und die in den letzten Tagen stets präsent waren, wuchsen mit einer kreativen Idee zusammen.

Hier ist nun also meine Wochenaufgabe, die meine ganz persönlichen Werte verkörpert. Vor ca. zwei Jahren nahm ich an einem Onlinekurs teil, der dabei half, die eigenen Werte zu definieren: was zeichnet mich als Mensch aus, was ist mir wichtig, auf welche Werte kann und möchte ich in meinem Leben nicht verzichten? Es hat lange gedauert, bis ich meine wahren Werte gefunden hatte. Viel zu oft schlüpft man in ein Bild, von dem man denkt, dass man es leben sollte, das aber nicht dem wirklichen Wunsch entspricht. 

Was mich ausmacht, fußt auf Compassion/Mitgefühl und wird überdacht von Freedom/Unabhängigkeit. Die Säulen bilden Growth/Wachstum, Courage/Mut und Adventure/Abenteuer. Jeden einzelnen Wert habe ich über weitere Wörter genauer definiert, die ich hier aber nicht aufgeführt habe.

All diese Werte sind mir unglaublich wichtig und ich möchte sie nicht nur innerlich fühlen, sondern auch äußerlich leben. Ich möchte mir nicht mit meinem eigenen Ego im Weg stehen. Und ich habe festgestellt, dass mir dies immer besser gelingt. Dank Meditation und Achtsamkeit bin ich oft in der Lage, in einer neuen Situation innezuhalten und mich zu fragen „Ist mir das wichtig? Wie hängt das mit meinen Werten zusammen?“. Entsprechend kann ich dann auf die Situation reagieren. 

Ich möchte das noch stärker leben, möchte noch authentischer werden, transparenter, Seele und Ego vereinen und zu Teamplayern machen.

Ich bin froh, dass ich mich doch noch an diese Wochenaufgabe herangewagt habe. 

Frühling auf Finkenrech

Heute bin ich nach dem Training zum „Freizeitzentrum Finkenrech“ nach Dirmingen gefahren. Dort war heute Saisoneröffnung mit Bauernmarkt und diversen Veranstaltungen.

So schön es dort auch ist: ich fahre nie wieder hin, wenn dort gefeiert wird! Schon die Anfahrt hatte Festivalcharakter – eine ewig lange Autoschlange, die sich kilometerweit zurückstaute. Auf dem „Parkplatz“ – einer ungemähten (!) Wiese am Hang (!) – gab es zwar Einweiser, aber es wurde dennoch kreuz und quer geparkt und ich befürchtete, später dort nicht mehr wegzukommen. Das wenigstens traf nicht ein 😉 

Es war wirklich ausgesprochen idyllisch dort…wenn man sich nicht gerade auf die Füße trat und durch die Menge schob. 

Ich möchte mir die Gegend irgendwann nochmal in Ruhe genauer anschauen. Jetzt bin ich erstmal froh, heil wieder zu Hause angekommen zu sein 😉 

Vier Monate Lifebook

Januar: „Ich kann weder malen noch zeichnen, sowas krieg ich gerade noch hin“


Ende April: „Ich soll nen whimsical elephant zeichnen?“ …. 5 Minuten später … „ok, kann man erstmal so lassen“

Ist noch nicht fertig, wird noch farbig gemacht 😉

Es ist aber schon erstaunlich, was zwischen diesen beiden Bildern liegt. Ja, ich verspühre vor dem Beginn immer noch Unbehagen und schiebe einige Übungen sehr lang auf, aber wenn ich die ersten Striche aufs Papier gemacht habe, passiert mittlerweile der Rest fast von allein.

Klar, das sind alles keine Ausstellungsstücke, sollen es auch nie werden, dennoch bin ich überrascht, dass ich so etwas überhaupt hinbekomme.

Lifebook: The Gifts in our Stories

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Ein  neuer Monat bringt ein neues Thema im Kurs „Lifebook“. Im April geht es darum, die eigene Geschichte genauer zu betrachten und schätzen zu lernen.

So lautet die aktuelle Lektion „Das Gute in unseren Geschichten“. Bei diesem Bild sollte man an ein nicht zu stark emotional blastendes Ereignis denken und darüber reflektieren, was es vielleicht Positives bewirkt haben könnte. Wer wollte, konnte dieses „Geschenk“ mit einem der 7 Chakren verbinden und symbolisch zum Ausdruck bringen.

In meiner Geschichte gibt es ein sehr bedeutsames Ereignis, das mich stark verändert hat: der Tod meines Vaters vor 17 Jahren. Es war eine unglaublich schwere Zeit für mich, in der ich sehr viel nachgedacht habe. Ich habe versucht, etwas Gutes aus der schmerzhaften Erfahrung zu ziehen, das Leben meines Vaters zu ehren und in meinem Leben die Dinge mehr zu fördern, die ich an ihm bewundert habe.

Dieser Prozess hat meine Persönlichkeit geprägt. Ich bin offener auf meine Mitmenschen zugegangen, habe meine Schüchternheit abgelegt, habe mich in Situationen begeben, die ich zuvor „verurteilt“ hatte. Ich wurde aufgeschlossener für unterschiedliche Lebensweisen, neugieriger auf andere Wege – ich hatte das Gefühl in der Auseinandersetzung mit dem Tod meine „Scheuklappen“ verloren zu haben. Ich habe erkannt, dass so viele Dinge gar nicht wichtig sind für mich, habe meine Prioritäten neu gesetzt und gehe nun sehr viel gelassener als vor dieser Erfahrung durchs Leben.

Natürlich vermisse ich meinen Vater nach wie vor, doch er hat mich über seinen Tod hinaus noch viel gelehrt und dafür bin ich dankbar.

Soulful You


Dies ist das erste Bild aus dem Kurs „Lifebook“, das mir wirklich etwas bedeutet. 

Das Thema war „geerdet sein“ oder „sich selbst schätzen“ und bei der Technik wurden wasservermalbare Wachsstifte mit weißer Farbe vermischt – ein toller Effekt!

So sah es im Entstehungsprozess aus:


Ich habe nicht darüber nachgedacht, wie ich mir das Ergebnis vorstelle, ich habe einfach auf meine Intuition geachtet. Es hat sich sozusagen selbst erschaffen.

Am Ende ist etwas herausgekommen, das lange ein wichtiges Thema für mich war: hinter mir lassen, was mich schmerzte, Situationen, die ich nicht ändern konnte,  verlassen, Menschen aufgeben und meine Seele herausziehen, schützen, stärken. 

Ja, es sind bei dem Prozess Mauern entstanden, aber sie stecken voller wertvoller Erfahrungen, die Wunden sind geheilt, zurück bleiben Erinnerungen, die manchmal sehr wehmütig sind, aber alles in allem mein Ich geformt haben. 

Heute weiß ich eher, wo ich stehe, erkunde neue Wege vorsichtiger, kann meine Entscheidungen gefestigter treffen. 

Dieses Bild wird einen Platz an meiner Wand bekommen.

Lifebook: Perfectly Imperfect ODER Fehler sind keine Schande


Eine Bonusaufgabe im Lifebookkurs  lautet „Flowers of Gratitude“. Tamara malt zwei wunderschöne Frauengesichter umgeben von Blumen. 

Das Gesicht in der Frontalansicht hab ich mittlerweile einigermaßen im Griff, aber im Profil habe ich noch keins gezeichnet. Ich merkte auch sehr schnell, dass ich damit große Probleme habe. Natürlich war mein erster Impuls: wegwerfen und neu malen oder Übung überspringen, denn meine innere Kritikerin flüsterte „Das ist zu schwer, das kannst du nicht“. Nichtsdestotrotz habe ich weitergemacht und ihr geantwortet „Aha, und wie soll ich es lernen? Das Können wird mir wohl nicht die Farbfee nachts vorbeibringen.“ Sie schwieg trotzig.

Gesicht Nr. 1 gefiel mir eigentlich ganz gut, Gesicht Nr. 2 wurde und wurde nicht besser. Die Kritikerin kicherte. Dann wurde ich trotzig. Ich griff zu den grellsten Tönen, die ich finden konnte und tobte mich aus. 

Was dabei herauskam: eine total übernächtigte Dragqueen (links) und ihre leicht genervte Freundin (rechts).

Ich mag das Bild nicht besonders, aber ich schäme mich auch nicht dafür. Fehler und Scheitern  gehören zum Leben dazu – in allem Bereichen. An ihnen lernen und wachsen wir. Wir müssen sie akzeptieren, darüber nachdenken, was wir anders machen könnten beim nächsten Versuch, über sie schmunzeln und einfach weitermachen. 

Meine innere Kritikerin grinst nun ebenfalls und wartet auf ihren nächsten Einsatz 🙂 

Lifebook 2017: The Song of Me


Wieder habe ich eine der größeren Aufgaben von „Lifebook“ beendet: ein Bild mit den Träumen/Visionen/Wünschen für dieses Jahr, das den Titel „The Song of Me“ trägt.

Langsam werde ich ein wenig sicherer im Umgang mit den Farben, insbesondere weißem Gesso, das ich als Teil der Collage verwendet habe, nicht als Maluntergrund. 

Viele Gedanken haben meine Prozess begleitet und am Ende ist ein Werk entstanden, das ich optisch und emotional ziemlich stimmig finde.